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Kloster Kykkos — der reichste Kloster der Insel, Ikone des Lukas und byzantinisches Museum
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Kloster Kykkos — der reichste Kloster der Insel, Ikone des Lukas und byzantinisches Museum

Kloster Kykkos — das reichste Kloster der Insel, Ikone des Lukas und byzantinisches Museum

Kykkos liegt in den Bergen Troodos in einer Höhe von 1318 Metern, 20 km vom Zentrum von Pedoula. Die Straße dorthin führt durch Zedern- und Kiefernwälder, mit immer weiteren Ausblicken, während man an Höhe gewinnt. Das Kloster ist aus der Ferne sichtbar – große Gebäudekomplexe, vergoldete Kuppeln von Kirchen, Mauern aus beige-farbenem Stein. Aber was am meisten Eindruck hinterlässt, wenn man durch das Tor tritt, ist die Größe des Reichtums: Mosaike aus Gold und Purpur an jeder Wand, breite Säulenhallen, ein Museum mit biblischen Kodexen und Silberkelchen.

Kykkos ist das größte und reichste Kloster Zyperns. Es wird nicht staatlich gefördert – das Kloster ist dank Spenden, einem kleinen Hotel, eigenem Wein und Landwirtschaft selbsttragend.

Wichtige Informationen

GPS: 34.9843° N, 32.7404° E. Das Kloster liegt im Troodos Forest, 18 km von Pedoula entfernt.

Anreise:

  • Von Nikosia: Straße über Kyperounda–Pedoula–Kykkos, ca. 90 km, 90 Minuten
  • Von Limassol: B8 → Troodos → Kykkos (über Prodromos), ca. 80 km, 90 Minuten
  • Von Paphos: ca. 95 km, 100 Minuten

Parkplatz: Groß, kostenlos. An Augustwochenenden und -sonntagen besetzt – früh anreisen.

Öffnungszeiten:

  • Museum: 10:00–18:00 (Mai–Oktober), 10:00–16:00 (Winter)
  • Kirche: 6:00–20:00 (für Gläubige), für Touristen geöffnet 10:00–16:00 (außerhalb der Gottesdienste)
  • Laden: 10:00–18:00

Museumseintritt: 5 EUR. Eintritt zur Kirche und zum Klostergelände: kostenlos.

Kleiderordnung (Pflicht): Schultern bedeckt, Knie bedeckt. Für Frauen – langer Rock oder Hose + Schulterbedeckung. Tücher und Stirnbänder sind am Tor erhältlich.

Geschichte des Klosters

Kykkos wurde um 1100–1200 gegründet – die Tradition besagt, dass ein Mönch namens Esaias (oder Isaias) die Tochter des zypriotischen Verwalters Butumites heilte. Als Dank organisierte Butumites die Anbringung einer Ikone der Mutter Gottes, die dem Evangelisten Lukas zugeschrieben wird, aus Konstantinopel.

Das Kloster brannte mehrmals nieder (Brände in 1365, 1542, 1751) und wurde wieder aufgebaut. Die heutige architektonische Form stammt hauptsächlich aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Mosaikmalereien – vom Ende des 20. Jahrhunderts (decken 70 % der Wände in einem modernen Stil ab, der an die byzantinische Tradition anknüpft).

Im Kloster wurde der Erzbischof Makarios III geboren und aufgewachsen – der erste Präsident der unabhängigen Republik Zypern (1960–1977). Sein Grab befindet sich auf dem Hügel Throni (2 km vom Kloster entfernt) – ein beliebtes Pilgerort.

Ikone der Mutter Gottes von Kykkos

Das wichtigste Ausstellungsstück und spirituelle Zentrum des Klosters ist die Ikone der Mutter Gottes, die dem heiligen Lukas zugeschrieben wird. Der Tradition nach malte Lukas drei Ikonen der Madonna zu Lebzeiten – eine gelangte nach Konstantinopel, von dort nach Venedig (Salus Populi Romani in der Basilika Santa Maria Maggiore), eine nach Kykkos, die dritte nach Ephesus.

Praktischer Hinweis: Die Ikone in Kykkos ist mit einer Silberhülle und einem gelben Tuch bedeckt – es ist nicht möglich, das eigentliche Bild zu sehen. Niemand, nicht einmal der Abt des Klosters, hat angeblich seit Jahrhunderten die Ikone mit bloßem Auge gesehen. Die Legende besagt, dass der letzte, der sie enthüllte, blind wurde. Das ist eine Tradition, aber auch ein alter Respekt – die Ikone ist ein Kultobjekt, keine Ausstellung.

Museum Kykkos

Das Klostermuseum beherbergt eine der umfangreichsten privaten Sammlungen religiöser Kunst auf Zypern:

  • Ikonen (11. bis 19. Jahrhundert): über 200 Exponate, viele mit Gold- und Silberfragmenten auf den Rahmen
  • Manuskripte und Kodexen: Evangelienbuch aus dem 9. Jahrhundert, Psalter aus dem 12. Jahrhundert – teilweise in Goldschrift
  • Liturgische Gefäße aus Gold und Silber: Kelche, Patenzen, Räuchergefäße
  • Frühdrucke: Erste gedruckte zypriotische Liturgien aus dem 16. und 17. Jahrhundert
  • Fragmente liturgischer Gewänder

Beschreibung: Jedes Exponat hat ein Schild in griechischer und englischer Sprache. Klimatisierte Räume – angenehme Erleichterung nach den offenen Innenhöfen im Juli.

Besuchszeit im Museum: 45–60 Minuten.

Rundgang durch die Kloster Innenhöfe

Das Kloster verfügt über mehrere verbundene Innenhöfe, die die zentrale Kirche umgeben. Zu sehen sind:

Äußere Mosaike: Die gesamten Wände der Säulenhallen sind mit Mosaiken aus Gold und Keramiktesserae bedeckt – biblische Szenen, Porträts von Heiligen, Symbole der Evangelisten. Stil: moderner Byzantinismus (erstellt in den Jahren 1990–2010).

Zentraler Innenhof: Brunnen, Zypressen, blühende Bougainvilleen. Mönche huschen durch die Säulenhallen.

Glockenturm: Mehrere Glocken aus verschiedenen Epochen (Gießdatum sichtbar).

Klosterladen: Kräuter, zypriotischer Wein und Commandaria, die vom Kloster hergestellt werden, Ikonen, Kerzen, Rosenkränze, Souvenirs. Symbolische Preise für liturgische Kerzen, höhere Preise für Ikonen (50–300 EUR für eine handbemalte Ikone).

Grab von Makarios auf Throni

2 km vom Kloster entfernt, auf dem Hügel Throni (1540 m), befindet sich das Grab von Erzbischof Makarios III. Makarios ist eine Figur mit einer uneinheitlichen historischen Bewertung – Nationalheld der Unabhängigkeit Zyperns und Teilnehmer des Staatsstreichs von 1974, der zur türkischen Invasion führte.

Unabhängig von der historischen Bewertung bietet Throni einen Panoramablick auf das gesamte westliche Troodos und liegt leicht erhöht über dem Kloster – weitere 20–30 Minuten Fußweg vom Kloster.

Am Grab: ständig brennende Kerzen, Blumensträuße, Gedenktafeln.

Klosterwein Kykkos

Das Kloster produziert seinen eigenen Wein unter der Marke Kykkos. Sortiment: Weißer Xynisteri, Rotwein Maratheftiko, Commandaria. Kann im Klosterladen oder online gekauft werden. Preise: 8–15 EUR pro Flasche, niedriger als in Geschäften in der Stadt.

Weinstil: traditionell, ohne ausgefallene Önologie. Nicht schlecht, aber nicht auf dem Niveau von Premium-Weingütern. Man kauft es eher für die Symbolik des Ortes.

Wann sollte man kommen

Am besten: Mai–Juni und September–Oktober. Temperatur 15–22°C, keine Augustmassen.

Vermeiden: Augustwochenenden und orthodoxe Feiertage (Himmelfahrt Mariä 15. August – Menschenmassen von Pilgern aus der ganzen Insel).

Winter: Kloster geöffnet, Museum mit verkürzten Öffnungszeiten. Schnee auf dem Olymp vom Throni aus sichtbar. Ruhe, Frieden.

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